Kulturnatten 2018

Wie du in meinem letzten Blogpost vielleicht mitbekommen hast, war ich am Freitagabend bei der 25. Kulturnacht in Kopenhagen unterwegs. In diesem Post berichte ich, wie ich die Kulturnacht erlebt habe und was ich mir angeschaut habe.

Erster Programmpunkt: Frederiksberg Slot

Um 18:30 Uhr bin ich beim Frederiksberg Schloss angekommen, worin sich heutzutage eine Offiziersschule befindet. Dort wollte ich eigentlich bei einer ¾ stündigen Führung durch das Schloss mitmachen. Am Eingang wurde ich nett von den Offizieren begrüßt, die das ganze Event in Zusammenarbeit mit der Frederiksberg Folkekirke (Kirche) organisiert haben.

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Das Schloss sieht allein von außen wunderschön aus. Ich habe mich dann zu einer größeren Ansammlung von Menschen gestellt, in der Hoffnung, dass das die Schlange zur Führung war. Kurze Zeit später hat es sich dann herausgestellt, dass es zwei Arten von Führungen gab, einmal eine durch das ganze Schloss und eine andere, wo man unterwegs ein Theaterstück anguckt und zum Abschluss in die Kirche zu einer kurzen Predigt mit dem Pfarrer kommt.

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Ich habe mich dann für die zweite Führung entschieden, und wir wurden zuerst in einen größeren Saal geführt, wo das kurze Theaterstück aufgeführt wurde. Das ganze Event stand unter dem Motto „Frankenstein“ – und in dem Theaterstück wurde die Geschichte von Frankenstein dargestellt. Die beiden Schauspieler waren sehr überzeugend.

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Anschließend ging es wieder nach draußen, und dann weiter zur kleinen Kirche, die sich auch im Schloss befand. Dort haben wir eine kurze Predigt vom Pfarrer gehört, die in Verbindung zu dem Frankenstein-Thema stand. Zwischendurch haben wir noch zwei Lieder gesungen und gebetet. Danach war diese Art von Führung auch schon zu Ende, und ich bin dann weiter Richtung Cisternerne gelaufen.

Zweiter Programmpunkt: Cisternerne

Wer meinen letzten Post gelesen hat, weiß, dass ich zur Kulturnacht unbedingt die Cisternerne besuchen wollte. Gesagt, getan. Zuerst habe ich mir allerdings eine Kürbissuppe gekauft, da die Schlange ganz schön lang war. Nach etwa 20 Minuten anstehen haben sich dann meine Freunde zu mir gesellt, wir hatten uns nämlich dort verabredet. Zusammen standen wir dann insgesamt über 1 Stunde lang an.

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Die Cisternerne sind ein unterirdisches Wasserreservoir, und werden jetzt nur noch für besondere Kunstausstellungen genutzt. Die Ausstellung bestand aus verschiedenen Klangschalen und herumfliegenden Bällen, die die Klänge ausgelöst haben. So atemberaubend fand ich es nicht. Die Atmosphäre da unten war natürlich was Besonderes, aber die eine Stunde anstehen hat sich nicht gelohnt, meiner Meinung nach. Aber hinterher ist man ja immer schlauer.

Zwischenstopp: Kadetbar im Frederiksberg Slot

Wir sind dann nochmal auf die andere Straßenseite zum Schloss, wo ich vorher schon war, und haben uns dort an der Bar etwas zu trinken gekauft. Für mich gab es klassischerweise einen Gin Tonic. Draußen waren Tische und Bänke aufgestellt, wo wir uns dann hingesetzt und erstmal ausgeruht haben.

Letzter Programmpunkt: Folketinget

Gegen 22 Uhr sind wir dann mit dem Fahrrad in die Innenstand gefahren und wollten uns eigentlich die Börse von innen angucken, aber die Schlange war so lang, dass wir es dann gelassen haben. Dafür haben wir uns dann bei Christiansborg angestellt, wo das Parlament seinen Sitz hat (Folketinget). Die Schlange war nicht so lang und es ging relativ zügig, sodass wir gegen kurz vor 23 Uhr im Parlamentsgebäude waren. Und das war wirklich cool!

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Auch hier sind alleine die Architektur und das alte Gebäude ein Besuch wert. Innendrin hängen überall wunderschöne Gemälde an den Wänden und man hat Zutritt zu fast allen Räumen. Wir haben uns alles genau angeschaut, auch den „Folketingssal“, wo wichtige Entscheidungen getroffen werden. Der Saal ist wirklich wunderschön, und wurde vor kurzem sogar renoviert.

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Die alte Bibliothek haben wir uns auch angeschaut, denn ich persönlich liebe die Atmosphäre in Bibliotheken. Leider ist sie nur für die Angestellten zugänglich und nicht für die Öffentlichkeit. Bei dem hauseigenen Frisör konnte man auch vorbeischauen, sowie in der Kantine. Wir sind einmal durch das ganze Gebäude gelaufen und waren gegen halb 12 wieder draußen, wo es dann für uns nachhause ging.

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Mein Fazit: Durch das lange Anstehen bei den Cisternerne habe ich nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen habe, aber das Frederiksberg Slot und das Parlament haben sich wirklich gelohnt.

Ich hoffe, ihr hattet auch eine schöne Kulturnacht und schreibt gerne in die Kommentare, was ihr so gesehen und erlebt habt!

Verfasst von

Hej! Ich bin Johanna, 22 Jahre alt, gebürtige Berlinerin und vor 2 Jahren nach Dänemark ausgewandert. Ich bin großer Fan von der dänischen Sprache, gutem Essen, Reisen, Gin & Tonic, dem Stadtteil Frederiksberg, dem Meer, Hygge und natürlich der Farbe Pink. All diese Dinge möchte ich auf meinem Blog mit euch teilen und damit ein bisschen Hygge nach Deutschland bringen.

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