Wellnesshotel nördlich von Kopenhagen

Am ersten Wochenende im neuen Jahr habe ich mir eine kleine Auszeit in einem Wellnesshotel nördlich von Kopenhagen gegönnt. Das Hotel heißt Comwell Borupgaard (ist eine Hotelkette) und liegt in Snekkersten, Nordsjælland. Im Frühling 2018 war ich dort zum ersten Mal, und es hat mir so gut gefallen, dass meine Wahl dieses Mal wieder auf das gleiche Hotel gefallen ist.

„SpaDelight“ lautet mein Wellness-Wochenende

Es gibt verschiedene Angebote, um den Wellnessbereich im Hotel nutzen zu können. Ich hatte das „SpaDelight“ gebucht, mit 1 Übernachtung, 3-Gänge Menü zum Abendessen und einem reichhaltigen Frühstücksbuffet, sowie Eintritt zum Wellnessbereich und Fitnesscenter. SpaDelight eignet sich super für ein Wochenende, am besten von Samstag-Sonntag, damit man den Wellnessbereich auch richtig schön ausnutzen kann.

Schicke Hotelzimmer in skandinavischem Design

Check-In ist ab 14 Uhr, und dabei wählt man gleichzeitig die Uhrzeit fürs Abendessen aus. Ich habe mich für 20 Uhr entschieden, da ich dadurch genügend Zeit für Wellness hatte. Zuerst bin ich aufs Zimmer, ein schönes, geräumiges Doppelzimmer mit Sofa, Schreibtisch und Bad.

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Die Zimmer sind sehr gemütlich eingerichtet, mit mehreren Kopfkissen und verspielten Details wie z.B. Bildern an der Wand. Vom Design her würde ich sagen: typisch skandinavisch!

Wellnessbereich hat viel zu bieten

Nach einem kurzen Mittagsschlaf habe ich mich in den Wellnessbereich begeben, wo relativ viel los war, was wohl daran lag, dass es Samstagnachmittag war. Der Wellnessbereich ist nicht riesengroß, aber beinhaltet zahlreiche Möglichkeiten zur Entspannung. Am Eingang geht man durch einen langen Gang, wo verschiedene Wellnessbilder zur Einstimmung an der Wand hängen. Für die Umkleidekabinen braucht man seine Zimmerkarte.

Die Umkleidekabine ist nicht sonderlich groß, aber ausreichend. Dort kann man seine Sachen in Schließfächern verstauen. An den Toiletten vorbei gelangt man zu der Tür, die zum eigentlichen Wellnessbereich führt. Dort kommt man als Erstes an dem sogenannten „Brechelbad“ vorbei, eine spezielle Kräutersauna, die ihren Ursprung in Bayern hat.

Typisch bayrisches Brechelbad hier in Dänemark

Das Brechelbad sieht von außen erstmal gewöhnungsbedürftig aus, aber ist wirklich toll! Der ganze Boden ist mit Tannenzweigen bedeckt, und in der Mitte des Raumes steht ein Badeofen, der aromatische Kräuter zur Verdampfung enthält. Im Prinzip ist das Brechelbad eine Kombination aus Sauna und Dampfbad. Die Temperatur beträgt um die 60°, weshalb das Brechelbad besonders für Menschen geeignet ist, die nicht so gut mit sehr hohen Saunatemperaturen klarkommen (mich zum Beispiel). Der Kräuterduft tut richtig gut und befreit die Atemwege.

Zum Abkühlen eine Runde schwimmen im Pool

Nach dem Saunabesuch empfiehlt sich eine kurze Abkühlung in dem Pool, der sich etwa mittig im Wellnessbereich befindet. Direkt neben dem Pool befindet sich auch ein tiefes, eiskaltes Becken und ein warmer Pool. Zwischen dem großen Pool und den beiden kleineren Pools befindet sich auch ein Kneippbecken, mit kaltem und warmem Wasser. Besonders der warme Pool ist sehr zu empfehlen, da kann man locker 10 Minuten drin entspannen.

Um die Poollandschaft herum gibt es Liegestühle zum Ablegen, sowie Fußbäder. In einer Ecke versteckt befindet sich der Whirlpool (Jacuzzi), der natürlich auch optimal zum Entspannen in dem blubbernden warmen Wasser einlädt.

Salz-Sauna ist wohltuend für Körper und Seele

Im Wellnessbereich gibt es außerdem eine Salz Sauna, die eine positive Auswirkung auf die Haut und Seele hat. Die Haut wird weich durch den Salzdampf und außerdem wird das Immunsystem gestärkt. Mir persönlich hat die Sauna wirklich gut gefallen. Darüber hinaus gibt es auch ein Dampfbad, was ebenfalls wohltuend für Haut und Immunsystem ist.

Außen-Wellnessbereich mit Ausblick auf die Natur

Im Comwell Borupgaard gibt es nicht nur einen Wellnessbereich innen, sondern auch außen, mit Ausblick auf die umliegende Natur. Dort findest du unter anderem eine Natursauna, wo es hin und wieder einen Saunaguss gibt, sowie einen größeren Whirlpool. Im Sommer lädt die große Terrasse zum Sonnen ein, mehrere Liegestühle stehen dazu bereit. Ich war bisher leider nur in den kalten Jahreszeiten da, und habe deswegen den Außenbereich nicht ausprobiert.

Im Großen und Ganzen ist der Wellnessbereich wirklich vielfältig gestaltet, es ist für jeden etwas dabei. Mir persönlich hat diese Vielfalt am besten gefallen, und dazu, dass es sogar an einem Samstag nicht überfüllt war mit Menschen.

3-Gänge Menü für Feinschmecker

Nach meinem ausgiebigen Wellnessprogramm bin ich erstmal wieder aufs Zimmer und habe mich aufs Abendessen vorbereitet. In dem SPA-Paket was ich gebucht hatte war außerdem ein Willkommensgetränk enthalten, was ich kurz vor 20 Uhr in der Bar eingenommen habe. Dazu gab es sogar einen kleinen Snack.

Danach bin ich zum Restaurant gelaufen, was zu dem Zeitpunkt schon wirklich voll war. Das 3-Gänge Menü ist sozusagen „vorgeschrieben“ und an die jeweilige Jahreszeit angepasst. Als Vorspeise gab es feinsten italienischen Schinken mit Salat und Soße, wirklich unglaublich lecker. Das Hauptgericht bestand aus Kalbsfilet, „Pommes Anna“ und angebratenem Gemüse. Lækkert!

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Vorspeise
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Hauptgericht

Dänischer Käse oder italienisches Tiramisu?

Zum Nachtisch konnte man zwischen einem hausgemachten Tiramisu und einer dänischen Käseplatte wählen, und da ich nicht der größte Tiramisu-Fan bin, aber dafür der größte Käse-Fan, habe ich mich natürlich für den Käse entschieden und es nicht bereut. Zum Käse werden Cracker (aus Bornholm) und Oliven gereicht, sowie eine Art Apfelmus für die Süße. Das ganze Abendessen war wirklich unglaublich lecker, und von den Portionen her völlig ausreichend.

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Hier schläft man wie auf Wolken

Gegen 22 Uhr habe ich mich dann ins Bett begeben, und wie auf Wolken geschlafen. Am nächsten Morgen hieß es dann schon wieder: packen. Aber vor der Abreise kann ich auf jeden Fall noch das riesige Frühstücksbuffet empfehlen.

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Da gibt es wirklich ALLES. Frischgebackenes Brot, Brötchen, hausgemachte Marmelade, Käse, Wurst, Müsli, Jogurt, Rührei, Bacon, gekochtes Ei, Skyr, Smoothie, Saft, Tee oder Kaffee. Das meiste davon ist entweder bio oder regional, oder beides. Und das schmeckt man auch. Sonntags ist das Frühstücksbuffet bis 11 Uhr, sodass man schön ausschlafen kann und trotzdem genügend Zeit hat, alles zu kosten.

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Der Check-Out ist nicht das Ende der Reise

Nach dem auschecken empfiehlt sich ein kurzer Spaziergang am Strand. Einmal am Bahnhof vorbei, dem Schild runter zum Strand folgen. Als ich da war, hat die Sonne geschienen, was die ganze Umgebung gleich viel schöner wirken lässt. Im Sommer kann man den Wellness-Aufenthalt ja mit einem anschließenden Strandtag verbinden.

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Also, falls du dich auch nach einem richtigen Wellness-Wochenende sehnst, auf nach Snekkersten! Mit der Regionalbahn bis nach Snekkersten station, von dort sind es 5 Minuten Fußweg bis zum Hotel. Natürlich ist die Anreise auch mit dem Auto möglich, direkt vor dem Hotel gibt es einen großen Parkplatz.

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Nützliche Links:

Verfasst von

Hej! Ich bin Johanna, 22 Jahre alt, gebürtige Berlinerin und vor 2 Jahren nach Dänemark ausgewandert. Ich bin großer Fan von der dänischen Sprache, gutem Essen, Reisen, Gin & Tonic, dem Stadtteil Frederiksberg, dem Meer, Hygge und natürlich der Farbe Pink. All diese Dinge möchte ich auf meinem Blog mit euch teilen und damit ein bisschen Hygge nach Deutschland bringen.

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