Menü
Dänemark

Schöner Ausflug zum Skovtårnet – Camp Adventure

Während der Corona Krise haben sich viele Menschen mehr und mehr in die dänische Natur und die damit verbundenen sehenswerten Ecken in Dänemark begeben. Plötzlich hatte man die Zeit und Möglichkeit den nahegelegenen Wald näher zu erkunden, oder einfach mal an den Strand zu fahren. Zum Glück gibt es in Dänemark viele schöne Gegenden und Sehenswürdigkeiten in der Natur, egal wo im Land man sich befindet. Ich persönlich habe die Zeit genutzt, um mir endlich die neue Sehenswürdigkeit im Süden Seelands anzugucken: Skovtårnet (auf deutsch: Waldturm).

Dieser 45 m hohe Aussichtsturm wurde Anfang 2019 eröffnet und befindet sich im Waldgebiet „Gisselfeld Kloster“. Der aus Stahl und Holz bestehende Turm ist wie eine Sanduhr geformt, mit einem breiten Boden und einer breiten Spitze, die durch eine 650 m lange Rampe verbunden werden. Wie der Name schon verrät, steht der Aussichtsturm mitten im Wald, und man hat daher eine fantastische 360° Aussicht über die Landschaft.

Der Skovtårn befindet sich ca. eine gute Stunde mit dem Auto von Kopenhagen entfernt und der Weg ist gut ausgeschildert. Vor Ort gibt es einen großen Parkplatz, wo man mit einem Parkticket für 50 kr. den ganzen Tag parken kann.  Trotz Corona waren an diesem Tag relativ viele Leute dort, zumindest sah es bei der Anzahl der Autos so aus. Am Eingang befindet sich ein großer Platz mit Essensmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten. Nach ein paar Metern gelangt man schließlich zum Anfang des Pfades, der zum Turm führt, wo man sein Ticket vorzeigt und dann erstmal auf sich allein gestellt ist.

Durch den Wald läuft man erstmal eine ganze Weile auf einer Art Holzsteg, und hat die Natur direkt um sich herum.  Es empfiehlt sich vorher auf Toilette zu gehen, da es dort dann erstmal keine Toilette mehr gibt. Der Weg ist aber auch gut ausgeschildert und es gibt Hinweise, wann die nächste Toilette erscheint. Ich bin dann ganz entspannt den Waldweg entlang gelaufen – natürlich mit Abstand zu den anderen Menschen. Der Wald ist wunderschön, und unterwegs trifft man sogar Eichhörnchen und kleine Mäuse.

Irgendwann erscheint dann der Aussichtsturm. Dort sind Infotafeln errichtet, wo ich mich erstmal über den Skovtårn und das ganze Projekt informiert habe. Hier findet man alle interessanten Fakten zur Bauweise, den Architekten und wie die Idee dazu entstand, sowie was noch geplant ist. Das hab ich mir erst mal alles durchgelesen und bin dann so abgebogen, sodass ich sozusagen beim Eingang des Aussichtsturm stand. Hier beginnt dann die 650 m lange Holzrampe, die bis zur Spitze des Turmes führt. Unterwegs kann man dann öfters kurz anhalten und schon mal die tolle Aussicht genießen.

Oben angekommen hat mich die 360 Grad Aussicht erstmal total überwältigt. Ich konnte bis zum Øresund gucken! Da die Plattform kreisförmig ist, läuft man sozusagen einem im Kreis rum, bis der Weg wieder nach unten führt. Durch Corona war das Laufen nur in eine Richtung möglich, um den notwendigen Sicherheitsabstand zu gewähren. Am Geländer sind überall kleine Schilder befestigt, die angeben, wie weit ist bis zu bestimmten Städten ist. Zum Beispiel 16010 km bis nach Sydney, oder 320 km bis nach Berlin. Die Schilder sich natürlich den Himmelsrichtungen nach angeordnet, sodass man sich so auch gut orientieren kann.

Skovtårnet
Skovtårnet
Skovtårnet
Skovtårnet

Ich habe mir erstmal die Landschaft ausgiebig angeschaut, und dann noch ein paar Fotos geschossen. Nach einiger Zeit bin ich die Rampe dann Richtung Ausgang wieder heruntergelaufen. Das Runterlaufen war deutlich entspannter als das Hochlaufen und ging auch schneller. Unten angekommen, habe ich mir den kleinen Kiosk direkt neben dem Turm angeschaut. Dort kann man Kaffee und Saft kaufen, aber die Schlange war mir zu lang. Daneben sind auch Bänke aufgestellt und eine Art offenes Klassenzimmer, wo man schön in der Sonne sitzen kann. Dort habe ich dann kurz Pause gemacht, bevor ich den ganzen Weg wieder zurückgelaufen bin.

„Glamping“ anstatt Camping

Auf dem Weg zurück bin ich an einer neuen Attraktion vorbeikommen; dem sogenannten „Glamping“. Das ist eine Art von Camping, bloß in einem etwas vornehmeren Zelt, welches schicker eingerichtet ist als ein stinknormales Zelt. Der Begriff Glamping kommt von Glamour + Camping. Die Zelte waren noch nicht alle fertig, aber eines durfte man sich schon von innen anschauen. „Wow! Hier will ich auch mal übernachten!“ – war mein erster Gedanke. Das Zelt war riesig und total schick und einladend eingerichtet, wie du auch auf dem Bild sehen kannst.

Auf der Suche nach einem Imbiss

Beim Ausgang angekommen, habe ich mir erstmal die verschiedenen Essensmöglichkeiten genauer angeschaut. Es gab ein Café mit Salat und Sandwiches, sowie einen Kiosk mit Bratwürsten und Hotdogs. Dort habe ich mich dann angestellt, und mir eine Bratwurst im Hotdog-Brötchen bestellt, also eine deutsch-dänische Mischung. 😀 Die Sonne hat geschienen, und so habe ich in aller Ruhe die Bratwurst in der Sonne gegessen. Hinterher gab es noch eine Kugel Eis vom Eiswagen, wo die Schlange wegen dem guten Wetter doch etwas länger war. Aber gelohnt hat es sich trotzdem.

Neben dem Aussichtsturm gibt es auch einen Kletterpark, der sich im gleichen Waldabschnitt befindet. Dafür braucht man ein separates Ticket, aber kann dafür zwischen den Bäumen herumklettern. Wegen meiner Höhenangst wäre das überhaupt nichts für mich, aber vom Boden sah es schon cool aus. Besonders für Kinder und Jugendliche ist das bestimmt eine tolle Beschäftigung.

Kletterpark

Insgesamt hat mir der Skovtårn sehr gut gefallen. Der Wald war super schön und alles war gut ausgeschildert und ansprechend gestaltet. Der Spaziergang zum Turm war weder zu lang noch zu kurz, genauso wie der Weg auf den Turm. Beim Essen gab es auch genügend Sitzmöglichkeiten, obwohl wegen Corona die Tische mehr verteilt standen. Für einen Tagesausflug lohnt es sich auf jeden Fall zum Gisselfeld Kloster Gebiet zu fahren, und sich das Camp Adventure mit Aussichtsturm und Kletterpark, sowie dem kommenden Glamping, mal genauer anzusehen. Falls du schon mal da warst, lass mir doch einen Kommentar da, ob es dir auch gefallen hat!

Nützliche Info

  • Eintrittspreise:
    • 3-6 Jahre: 65 kr.; ab 7 Jahren: 150 kr.
    • Parkticket: 50 kr.
  • Öffnungszeiten:
    • April – Oktober: 10-18 Uhr
    • November – März: 10 – 15 Uhr
  • Adresse:
    • Skovtårnsvej 1, 4683 Rønnede
  • Homepage Skovtårnet (in Englisch)
Skovtårnet

Falls du noch mehr Ausflugtipps für die Insel Seeland suchst, kann ich dir das Weltkulturerbe Stevns empfehlen. Hier findest du Teil 1 und Teil 2 meiner Blogartikel dazu. 🙂

About Author

Hej! Ich bin Johanna, 24 Jahre alt, gebürtige Berlinerin und vor 4 Jahren nach Dänemark ausgewandert. Ich bin großer Fan von der dänischen Sprache, gutem Essen, Reisen, Gin & Tonic, Frederiksberg, dem Meer, Hygge und natürlich der Farbe Pink. All diese Dinge möchte ich auf meinem Blog mit euch teilen und damit ein bisschen Hygge nach Deutschland bringen.

No Comments

    Kommentar verfassen

    Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

    %d Bloggern gefällt das: